sicZert Management Zertifizierungen

Wer braucht die Zulassung?

  • Träger, die Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung anbieten die mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein gefördert werden können (§ 45 SGB III),
  • Träger, die Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung anbieten (§§ 81 ff. SGB III)
  • Träger, die Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung im Vergabeverfahren anbieten (§ 45 SGB III),
  • Träger der privaten Arbeitsvermittlung, die eine ausschließlich erfolgsbezogen vergütete Arbeitsvermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung anbieten (§ 45 Abs. 4 Satz 3 Nr.2 SGB III),
  • Träger, die Maßnahmen für Jugendliche der Berufswahl und Berufsausbildung nach durchführen (§§ 48 bis 81 SGB III),
  • Träger, die Transfermaßnahmen nach durchführen (§§ 110, 111 SGB III),
  • Träger, die Reha- Maßnahmen und Maßnahmen in besonderen Reha-Einrichtungen nach dem anbieten (SGB IX).

Zertifizierung nach AZAV

AZAV - Qualität in der Aus- und Weiterbildung

Die Regelungen verfolgen das Ziel, die Qualität arbeitsmarktlichen Dienstleistungen und damit die Leistungsfähigkeit und Effizienz des arbeitsmarktpolitischen Fördersystems nachhaltig zu verbessern.

Die verpflichtende Einführung von Qualitätssicherungssystemen bei allen Trägern der Arbeitsförderung wirkt sich nicht nur auf die Qualität des Maßnahmeangebotes positiv aus. Sie bietet Trägern der Arbeitsförderung auch die Chance, Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen zu optimieren und dadurch Effizienzrenditen zu erzielen. Einheitliche qualitative Mindeststandards und Zulassungsverfahren für alle Träger erhöhen die Transparenz und reduzieren die bisher unterschiedlichen Prüf- und Zulassungswege für Träger und Maßnahmen.


Die Trägerzulassung

Für die Trägerzulassung ist eine Dokumentation zu erstellen, welche mindestens Aussagen zu folgenden Themen hat:

  • Kundenorientiertes und auf Eingliederung in den Ausbildungs-und Arbeitsmarkt gerichteten Leitbild
  • Unternehmensorganisation und -führung, einschließlich der Festlegung von Unternehmenszielen und der Durchführung eigener Prüfungen zur Funktionsweise des Unternehmens
  • Zielorientiertes Konzept zur Qualifizierung und Fortbildung der Leitung und der Lehr- und Fachkräfte
  • Zielvereinbarungen, einschließlich der Messung der Zielerreichung und der Steuerung fortlaufender Optimierungsprozesse auf Grundlage erhobener Kennzahlen und Indikatoren
  • Berücksichtigung arbeitsmarktlicher Entwicklungen bei Konzeption und Durchführung von Maßnahmen der Arbeitsförderung
  • Methoden zur Förderung der individuellen Entwicklungs-, Eingliederungs- und Lernprozesse der Teilnehmenden
  • Methoden der Bewertung der durchgeführten Maßnahmen sowie ihrer arbeitsmarktlichen Ergebnisse
  • Art und Weise der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Dritten und der ständigen Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit
  • Systematisches Beschwerdemanagement, einschließlich der Berücksichtigung regelmäßiger Befragungen der Teilnehmenden

Die Maßnahmenzulassung

Für jede einzelne Maßnahme ist eine gesonderte Zertifizierung notwendig. Dazu sind jeweils folgende Nachweise zu erbringen:

  • Die Maßnahme muss nach Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes zweckmäßig sein und auf die aktuellen Entwicklungen im Ausbildungs- und Arbeitsmarktes hin konzipiert sein
  • Sie muss mit einer Bescheinigung abschließen, die Auskunft über den Inhalt des vermittelten Lehrstoffes gibt
  • Die Maßnahme muss angemessene Teilnahmebedingungen bieten (z.B. vertraglich vereinbarte Rücktrittsklauseln, Urlaubsregelungen etc.)
  • Die Kosten und die Dauer müssen angemessen sein unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Maßnahme und ihrer Qualität
  • Bestätigung der zuständigen Stelle über die Eignung des Trägers als Ausbildungsstätte bei Berufsabschlüssen in anerkannten Ausbildungsberufen,
  • Die Maßnahme soll von besonderem arbeitsmarktpolitischem Interesse sein.

Das Zulassungsverfahren

Das Zertifizierungsverfahren der Trägerzulassung ist in der AZAV §5 geregelt. Nach Abschluss eines Überwachungsvertrages zwischen dem zu zertifizierenden Unternehmen und der fachkundigen Stelle, begutachten und bewerten Auditoren die Firma vor Ort anhand der verlangten Unterlagen und einer Ortsbegehung, auch bei verschiedenen Standorten der Trägereinrichtung.

Unsere durch die Akkreditierungsstelle zugelassenen Auditoren, haben eine jahrelange Erfahrung im Bildungsbereich und haben umfassende Kenntnisse der Fachbereiche, sowie über die Inhalte und Durchführungen von Maßnahmen. Das ausgestellte Zertifikat ist bei jährlich durchgeführten Überwachungsaudits fünf Jahre gültig.

Die Maßnahmenzulassung wird durch die Auditoren der sicZert Zertifizierungen durchgeführt. Hierzu ist normalerweise kein Besuch vor Ort notwendig. Voraussetzung ist natürlich, dass eine gültige Trägerzertifizierung vorliegt.

Auch hier gibt es Vorgaben, welche Unterlagen eingereicht werden müssen, um eine erfolgreiche Maßnahmenzertifizierung durchführen zu können.

Sollte bei der Prüfung der Unterlagen festgestellt werden, dass sie nicht komplett sind, so ist eine Nachbesserung möglich.
Nach positiver Prüfung wir ein Zertifikat erstellt, welches eine Gültigkeit von 3 Jahren hat.